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Diese Liste enthält eine Auswahl der z. Z. am häufigsten gestellten Fragen und wird in regelmäßigen Abständen ergänzt werden.
1) Weshalb zeigen meine Kerzen bei Sonneneinstrahlung eine gelblich/braune Verfärbung?
Sie setzen offenbar ein nicht hydriertes Paraffin ein, das noch Schwefel- und Stickstoffverbindungen enthält. Um die auftretende Foto-Oxidation zu vermeiden kaufen Sie am Besten ein Paraffin mit einem RAL Zertifikat.
2) Wie kann ich das Verbiegen meiner gezogenen Kerzen verhindern?
Um die Kerzen zu verstärken können Sie diese mit einer Kerzentauchmasse wie z. B. Sasolwax® KTM 17 oder KTM 23 übertauchen. Für durchgefärbte gezogene Produkte muss eine härtere Wachstype wie z. B. Sasolwax®5805 eingesetzt werden.
3) Ich würde gern meinen Kerzen ein opakes Aussehen verleihen, was ist zu tun?
Wir führen in unserem Programm verschiedene fertig formulierte Paraffin Typen. Ausgezeichnete Ergebnisse lassen sich auch durch Zusatz von 1 - 2% VaraPlus 06 erzielen.
4) Hat die Viskositätszahl auf meinem Analysenzertifikat eine praktische Bedeutung für meine Produktion?
Wir messen die Viskosität (eine Angabe über die Dünn- bzw. Dickflüssigkeit eines Produktes) bei 100 °C in mm˛/s. Paraffine haben eine Viskosität von 3 - 5, die sog. Intermediate Paraffine bis 10 und die Mikrowachse eine Viskosität bis 20 mm˛/s. Eine niedrige Zahl bedeutet dabei dünnflüssig.
Falls die fertige Kerze einen größeren Prozentsatz hochviskoser Wachse enthält muss der Docht, um eine optimale Flammengröße zu erreichen, in diesem Beispiel durch eine stärkere Dochtgröße angepasst werden.
5) Besteht ein Unterschied zwischen Erstarrungspunkt und Schmelzpunkt?
In unseren Analysenzertifikaten wird in der Regel der Erstarrungspunkt angegeben. Diese Angabe ist für den Herstellungsprozess von größerer Bedeutung.
Bei Paraffinen liegt der Erstarrungspunkt etwa 0,5 - 1,0 °C unterhalb des Schmelzpunktes. Bei Mikrowachsen und Blends kann der Unterschied, je nach Messmethode, 4 - 10 °C betragen.
6) Meine übertauchten Kerzen haben einen eigenartigen Geruch und fühlen sich auch etwas klebrig an. Was kann die Ursache sein?
Das Paraffin ist mit einiger Wahrscheinlichkeit stark oxidiert. Vermeiden Sie eine Direktbeheizung des Wachsbades. Das oxidierte Produkt muss entsorgt und der Behälter gründlich gereinigt werden. Eine Verdünnung mit "gutem" Paraffin ist zwecklos, eine Oxidation lässt sich auf diese Weise nicht verhindern oder verlangsamen.
7) Meine Kerzen rußen. Ist der Ölgehalt des Paraffins zu hoch?
Wenn Sie nicht gerade versuchen unraffinierten Gatsch zu verbrennen, ist die Antwort nein! Sie sollten die Dochtgröße verringern. Bei einem Wachsverbrauch von weniger als 8 g pro Stunde sollten die Kerzen nicht mehr rußen.
8) Mit ihrem 56/58 Paraffin kann ich sehr gut gegossene Stumpen herstellen, in Gläser-Kerzen ist dagegen der Schrumpf zu groß. Gibt es ein Additiv um es verwendbar zu machen?
Es ist nicht sinnvoll ein Paraffin mit Erstarrungspunkt 56/58 durch Additive in ein Gläser-Paraffin umzuwandeln. Für diese Anwendung wird ein niedrig schmelzendes Wachs benötigt. Der sehr teure Additiv-Anteil würde in diesem Fall leicht 50% übersteigen.
Es ist vorteilhaft ein speziell formuliertes Produkt wie z. B. Sasolwax® 6213 einzusetzen.
9) Einige meiner farbig übertauchten Stumpen tropfen, andere brennen zufrieden stellend. Sollte ich die Wachssorte ändern?
Bitte zuerst einmal die Farben überprüfen. Einige Pigmentfarben verstopfen den Docht und die Flammengröße wird reduziert. Da selbst eine kleine Flamme das Paraffin zum Schmelzen bringt erhöht sich der Flüssigkeitsspiegel in der Brennschüssel und dies führt letztendlich zum Tropfen, da die kleine Flamme nicht genügend Material verbraucht. In einigen Fällen reicht es bei kritischen Farben die Dochtstärke zu erhöhen.
10) Wenn ich die gleiche Farbmenge zu Paraffinen unterschiedlicher Hersteller gebe sehen die gefärbten Flüssigkeiten alle gleich aus. Im festen Zustand sind aber sehr große Unterschiede zu beobachten. Gibt es einen Trick dieses Problem zu umgehen?
Leider nicht. Die Farbe des festen Endproduktes ist von der Kristallstruktur des Paraffins abhängig. Durchscheinende Paraffine hinterlegen die Farben mit einem grauen Stich, opake Paraffine geben einen weißen Farbhintergrund. Polymere Additive beeinflussen die Farbgebung ebenfalls sehr stark. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte das Basis Paraffin nicht zu oft gewechselt werden. Sprechen Sie auch mit Ihrem Farblieferanten. Er ist in der Lage seine Farben auf die Paraffinsorte einzustellen.
11) Sind Natur-Wachse im Vergleich zu Paraffin sicherer in der Anwendung?
Alle Wachse/Paraffine die den RAL Bestimmungen entsprechen sind ohne Sicherheitsbedenken für die Kerzen-Herstellung einsetzbar.
Untersuchungen unabhängiger Institute haben bewiesen, dass es im Brennverhalten bzw. der stofflichen Zusammensetzung der Brenngase von Paraffin oder anderer den RAL Bestimmungen entsprechen Wachse keine Unterschiede gibt.
Es sollte hier einmal erwähnt werden, dass Erdöl - die Rohstoffbasis des Paraffins - auch ein Naturprodukt ist, das aus Plankton und Pflanzen entstand. Paraffin wird aus dem Erdöl extrahiert und aufwendig gereinigt.
Andere "Natur-Wachse" wachsen auch nicht gerade auf den Bäumen und eine chemische Behandlung dieser Wachse ist durchaus nicht unüblich bevor diese Bestandteile einer Kerze werden können.
12) Welche Produktionsmethode ist besonders vorteilhaft um wärmebeständige Kerzen herzustellen? Ein Einsatz von Stearin ist nicht möglich, da meine Tanks und Leitungen nur aus normalem Stahl/Eisen bestehen.
Eine geeignete Wachsmischung vorausgesetzt wird die gegossene Kerze die größte Stabilität aufweisen. Gezogene oder getauchte Kerzen aus der gleichen Mischung sind deutlich weniger wärmebeständig, eine extrudierte Kerze hat bedingt durch die fehlende Kristallisationsausbildung die geringste Festigkeit.
Zur Stabilisierung insbesondere aller nicht gegossenen Kerzen und zur Verbesserung der Kerzenoberfläche sind Kerzentauchmassen wie z. B. unsere Sasolwax® KTM 17 oder KTM 23 besonders geeignet.
Falls Übertauchung nicht gewünscht wird muss ein höhergrädiges, härteres Paraffin eingesetzt werden.
Es ist allgemein bekannt, dass ein Zusatz von 10 bis 30% Stearin die Entformung und Wärmebeständigkeit gegossener Kerzen verbessert. Es ist dabei zu beachten, dass alle Tanks und Leitungen aus Aluminium oder rostfreiem Stahl bestehen müssen.
Eisen, Kupfer und Messing lösen sich im Kontakt mit Stearin langsam auf! Neben den langfristigen Anlageschäden verfärbt sich die Wachsmischung und es können erhebliche Brennprobleme auftreten.
13) Ich produziere mein Pulver auf einer Pulvertrommel. Das Paraffinpulver rieselt manchmal sehr schlecht und auch die Kerzen haben ein unterschiedliches Gewicht. Sollte ich ein härteres (teureres) Paraffin einsetzen?
Die einfachste Lösung ist sicher die Verwendung eines härteren Paraffins. Vielleicht ist dies aber nicht notwendig. Da das Pulver nur manchmal schlecht rieselt stellen Sie zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich keine runden Pulver-Kugeln her sondern eher flache Plättchen. Diese können bedingt durch die Form nicht gut rieseln und die Press-Formen werden unregelmäßig gefüllt. Offensichtlich schwankt die Temperatur des Pulvers. Wenn die Pulverpartikel zu warm sind zerdrückt der Abstreifer sie zu Plättchen. Sie sollten die Temperaturen "guter" und "schlechter" Produktionen genau registrieren. Im Allgemeinen liegt die Sprühtemperatur etwa 10 °C über dem Erstarrungspunkt des Paraffins und die Sprüh-Höhe etwa 1 Meter oberhalb der Trommel.
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